Michael Bröring und Landesvorsitzender Franz-Josef Holzenkamp MdB
Michael Bröring und Landesvorsitzender Franz-Josef Holzenkamp MdB
04.06.2013

Bundestagsabgeordneter für vier Tage


Makolla
Michael Bröring aus Lohne ist einer von 312 jungen politikinteressierten Menschen, die vom 1. bis 4. Juni 2013 in einem Planspiel den Weg der Gesetzgebung im Deutschen Bundestag simulieren. Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp hatte ihn für die Teilnahme an „Jugend und Parlament 2013“ nominiert.
 
„Demokratie ist ein hohes Gut, das wir alle schützen, aber auch den Menschen immer wieder Nahe bringen müssen. Das Planspiel Jugend und Parlament leistet dazu einen wichtigen Beitrag und gibt jungen Leuten die Chance, den parlamentarischen Entscheidungsprozess live zu erleben und mitzugestalten“, erklärte Franz-Josef Holzenkamp.
In den letzten Tagen haben die jungen Teilnehmer das parlamentarische Verfahren nachgestellt: Neben Fraktions- und Ausschusssitzungen fanden auch zwei Plenarsitzungen statt. Jeder von ihnen übernimmt für vier Tage die Rolle eines Abgeordneten und stimmt über vier simulierte Gesetzesinitiativen ab. 

Zur Debatte stehen Entwürfe zur „Einführung anonymisierter Bewerbungen für Bundesbehörden“, zur „Freistellung bei akutem Pflegebedarf von Familienangehörigen“, zur „Einführung einer PKW-Maut“ sowie zur „Einführung einer Wahlpflicht bei Bundestagswahlen“.
Der angehende Steuerfachangestellte Michael Bröring, der sich im Verkehrsausschuss intensiv mit dem Für und Wider einer PKW-Maut beschäftigt hat, sagte dazu in einem persönlichen Gespräch mit Franz-Josef Holzenkamp: „Unsere Abstimmung innerhalb der Fraktion und im Ausschuss funktionierte gut, wir haben schnell eine gemeinsame Linie gefunden. Dennoch ist die parlamentarische Arbeit alles andere als Erholungsurlaub. Gleich am ersten Abend hatten wir bis in die späten Abendstunden Sitzungen und Abstimmungsgespräche.“ Ob er selber einmal in die Politik gehen will, ließ er aber offen: „Mich politisch zu engagieren, macht mir großen Spaß – dennoch: Jetzt konzentriere mich voll und ganz auf meine Ausbildung.“
Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren lernen bei der jährlich von der Bundestagsverwaltung organisierten Veranstaltung „Jugend und Parlament“ die Arbeit der Abgeordneten kennen – in den Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal unter der Leitung der Bundestagsvizepräsidenten werden 48 Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult treten und versuchen, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. 
Im Anschluss an die Simulation diskutieren die Teilnehmer mit den Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen das Thema „Wahlpflicht – Fluch oder Segen für die parlamentarische Demokratie?“. 

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